Guter Zeitpunkt für die Immobilien-Investition

Mit der starken Konjunktur in Deutschland ist die Finanzkrise weiter in Vergessenheit geraten. Die Auftragsbücher der Industrie sind wieder voll. Der Titel Exportweltmeister bleibt zwar in China, in realen Zahlen können wir uns aber noch vor den USA auf Platz 2 behaupten. Die Arbeitslosigkeit sinkt unter die 3 Millionen Grenze, ein Stand, der zuletzt 1991 erreicht wurde.

Ein Blick auf hochverschuldete europäische Nachbarstaaten wie Griechenland, Irland und Portugal zeigt aber, dass die Schuldenkrise keinesfalls überstanden ist. Immer neue, milliardenschwere Rettungspakte müssen geschnürt werden. Dabei sind Schuldendienst und Entschuldung nur ein Aspekt des Problems. Gerade die südlichen Länder haben gegenüber den wirtschaftlich starken Mitgliedsländern an Produktivität verloren. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, müssen die Lohnstückkosten gesenkt werden. In der Vergangenheit stand der Weg einer Währungsabwertung offen, im vereinten Europa ist das nicht mehr möglich. Bleibt also nur der Weg über die Absenkung der Löhne. Nominal gesehen ist das politisch nicht durchsetzbar. Aus realer Sicht könnte eine gestiegene Inflationsrate diesen Effekt erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Länder verbessern. Steigen also in Deutschland Löhne und Preise, führt dies zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit in den wirtschaftlich schwächeren Staaten.
lllll
Sowohl die durch die Wirtschaftskrise bedingte hohe Schuldenlast der Staaten als auch die erforderlichen Anpassungen in der Wettbewerbsfähigkeit sind starke Argumente für eine steigende Inflation. Die durchschnittliche Inflationsrate im Euroraum in den 12 Jahren seit 1999 betrug 1,97%, in Deutschland sogar nur 1,5%. Doch ob dieses Niveau gehalten werden kann, ist fraglich. Im April betrug die Teuerungsrate 2,4% und überstieg damit zum dritten Mal in Folge die 2%-Marke. Im Mai wurde der Aufwärtstrend erst einmal wieder gestoppt, mit 2,3% aber weiterhin auf einem Niveau, das oberhalb der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank liegt. Ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Aus der Vergangenheit kennen wir Phasen mit Inflationsschüben wie Anfang der 70er (Ölpreise) oder Anfang der 90er (Wiedervereinigung), damals hat die Bundesbank noch allein für die Geldwertstabilität gekämpft. Die Europäische Zentralbank hat es heute schwieriger, da sie die Interessen aller Mitgliedsstaaten berücksichtigen muss.
lllll
Die Investition in Sachwerte und damit (vor allem) auch in Immobilien bleibt also weiterhin und auf längere Sicht die richtige Strategie für den Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung. Auch das Zinsniveau für Immobilienfinanzierungen ist weiterhin niedrig. Zwar sind wir vom Zinstief Anfang 2010 wieder aufgestiegen, doch war dies eine einmalige Sondersituation, bedingt durch die Finanzkrise. Rückblickend auf die letzten 20 Jahre liegen wir weiterhin im unteren Drittel der Zinskurve.
llllll
Wichtig für eine Investition, sei es für Immobilienanleger oder für Eigennutzer, bleibt weiterhin die Qualität. Exklusive Immobilien, solide Qualität und gute Lagen sind Garanten für eine Nachhaltige Wertentwicklung der Immobilie.

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply