Offene Immobilienfonds bereiten noch immer Probleme

Infolge der Lehman-Insolvenz 2008 mussten 18 offene Immobilienfonds ihre Rücknahme aussetzen. Nun zeigt eine Untersuchung des Analysehauses Scope – auch als Rating-Agentur bekannt – dass die Anleger im Durchschnitt einen Verlust in Höhe von 22 Prozent erleiden mussten. Dabei wurden die Abwicklungsergebnisse auf Ebene der einzelnen Fondsprojekte analysiert.

Demzufolge sind 10 Jahre nach den ersten Fondsschließungen noch immer nicht alle Immobilien verkauft. Das verwaltete Vermögen lag seinerzeit bei 26 Milliarden EUR. Die Entwicklung der 18 offenen Fonds auf Grundlage ihrer Anteilswerte, liegen zwischen 0,8 Prozent Ertrag bis zu einem Verlust von -54,8 Prozent. Das bestätigt im Grunde nur das, was wir schon immer gesagt haben. Wer in Immobilien als Anlage investieren möchte, sollte sein Geld direkt in Imobilien anlegen – und nicht über Immobilienfonds – auch wenn es positive Ausnahmen gibt.

Wenn nicht genügend finanzielle Mittel für eine direkte Investition zur Verfügung stehen, zum Beispiel für eine vermietet Eigentumswohnung, dann bietet sich Immobilien-Crowdinvesting an. Auch dort fliesst das angelegte Geld direkt in Immobilien, sei es in Bestandsobjekte oder Neubauvorhaben. Die Laufzeiten sind sehr überschaubar und die Festverzinsung liegt zwischen 5% bis 7% p.a. Selbstverständlich besteht auch dort ein Investitionsrisiko, welches aber überschaubar ist.

Ausserdem haben Sie es dort mit Immobilien-Projektentwicklern zu tun, die über entsprechende Kenntnisse verfügen. Ganz im Gegensatz zu den Bankberatern, die ihre Immobilienfonds nur über die Prospekte kennen – und in der Regel keine Immobilienexperten sind. Dort geht es im wesentlichen darum, Zielvorgaben zu erfüllen!

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