Streik der Immobilienmakler findet doch nicht statt

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Der geplante und äußerst skuril anmutende Streik der Immobilienmakler fällt quasi ins Wasser. Denn der Berufsverband BVFI konnte seine Mitglieder nicht von einem Streik überzeugen. Nur 30 Prozent stimmten bei der Urabstimmung für einen Arbeitskampf, die Beteiligung war zudem mehr als gering.

Die Gesetzesänderung sieht vor, dass derjenige, der einen Makler beauftragt hat, auch die Courtage bezahlt. Bisher müssen in der Regel die Wohnungssuchenden die Courtage zahlen – auch wenn der Makler vom Vermieter eingeschaltet wurde.

Der BVFI sieht den Berufsstand der Wohnungsvermittler durch die geplante Gesetzesänderung in seiner Existenz bedroht, am 7. November soll der Entwurf im Bundesrat beschlossen werden. Angeblich soll der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zum Bestellerprinzip zur Vernichtung von 10.000 Immobilienmaklerbüros führen, was für etwa ein Drittel aller Maklerunternehmen das Aus bedeuten würde.

Ich kann viele Mieter verstehen, die sich die Frage stellen, ob für die Vermittlung einer Mietwohnung eine Courtage überhaupt angmessen ist – wofür eigentlich? Viele Immobilienmakler sollten sich nicht wundern, dass der gesamte Berufsstand ein negatives Image hat. Mangelnde Fachkompetenz, unzuverlässig, inhaltlich eher kläglich aufbereitete Expose´s, oft keine vernünftige Ausbildung, grenzwertiges Auftreten und Vorgehen sind im Grunde an der Tagesordnung. Ausserdem sollten endlich die Anforderungen an diesen Beruf deutlich erhöht werden. Jeder, der gestern noch Autos repariert hat – was ja ein ehrenhafter Beruf ist – kann morgen als Immobilienmakler tätig werden. Das ist einfach lächerlich!

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