Wie Sie Ihr Geld schneller vernichten können, als Sie es verdient haben

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Bei kaum einer anderen Anlageform war in den vergangenen Jahren mehr Geld zu verlieren, als in geschlossenen Beteiligungen. Anleger haben reihenweise Geld mit Beteiligungen an Schiffen, Immobilien oder Filmprojekten verloren. Was in den Hochglanzprospekten stets nach einer einmaligen Chance aussieht, entwickelt sich leider viel zu oft desaströs.

Vor Jahren wurde geschlossene Beteiligungen totgesagt, die Verkaufszahlen brachen dramatisch ein. Heute wird schon wieder von der Renaissance der Branche gesprochen. Von Bürotürmen über Schiffe, Container und Medienfonds-Flops in Hollywood, wenn irgendwo auf der Welt Geld für Fonds einzusammeln ist, sind die deutschen Fonds meist nicht weit.

Nach Angaben des Ratinganbieters Feri haben sie in den letzten drei Jahrzehnten 200 Milliarden Euro in geschlossene Fonds investiert, hinzu kommen 204 Milliarden Euro Kredite, die die Fonds aufgenommen haben. Laufend werden neue Fonds aus der Taufe gehoben, je nachdem – was der Markt zurzeit benötigt und vertragen kann.

Selbst Immobilienfonds halten die Prognosen allzu oft nicht ein, ca. 70 Prozent der Fonds zahlen nicht die erwarteten Ausschüttungen – oder es ist absehbar, dass sie bald Probleme bekommen. Die Kurse an den Zweitmärkten, an denen geschlossene Beteiligungen gehandelt werden, bestätigen das. Kaum ein Fonds hat seinen Wert gehalten, im Schnitt bekommen Anleger unter 50 Prozent des Einstiegspreises.

Wir können das nur alles nur bestätigen, da wir phasenweise selber geschlossene Immobilienfonds in Zahlung genommen haben. Viele davon haben praktisch überhaupt keinen Wert mehr, bzw. lassen sich nicht mehr verkaufen. Da bleibt nur zu hoffen, dass im Zuge eines späteren Verkaufs der Objekte, für die Anleger noch etwas Geld übrig bleibt. Dass Anleger ihr Geld auf juristischem Weg zurückbekommen, ist in der Regel sehr schwierig.

Ein sehr großes Problem sind die hohen Weichkosten bei Immobilienfonds, die über die Laufzeit gerne schöngerechnet werden. Dazu zählen auch hohe Vertriebs- und Verkaufsprovisionen. Wer genau hinsieht stellt fest, dass teilweise bis zu 40 Prozent Kosten anfallen, was auf den ersten Blick den Musterberechnungen leider nicht immer zu entnehmen ist.

Wir sind schon immer der Meinung gewesen, dass eine direkte Investition in Renditeimmobilien – oder auch ausgesuchte und nicht zu teure Denkmalimmobilien – deutlich sicherer, rentabler und überschaubarer ist. Wer hier seine Hausaufgaben macht, wird in der Regel keine großen Probleme bekommen.

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