Crowdinvesting – Steuern, Sicherheit und Ausschüttungen

Unabhängig davon, ob es sich um Immobilien-Crowdinvesting oder Unternehmens-Crowdinvesting handelt, sind die Themen Steuern, Sicherheit und Ausschüttungen, bzw. Festverzinsungen für Anleger relevant. Vielen ist der Unterschied zwischen einem Nachrangdarlehen und einem Grundbucheintrag zudem nicht hinreichend bekannt, was gravierende Folgen haben kann.

Wie werden Ausschüttungen und Wertzuwächse besteuert?
Steuern auf Erträge werden von den Emittenten automatisch abgeführt. Wer auf dem Handelsplatz (Zweitmarkt) aktiv ist, erhält nach dem Jahreswechsel eine Transaktionsübersicht, um Gewinne oder Verluste in der Steuererklärung geltend machen zu können. Bei ausländischen Immobilien-Projekten, müssen Anleger beachten, dass die Abgeltungssteuer nicht automatisch abgeführt wird. Investoren sind verpflichtet, diese Zinserträge in der Steuererklärung anzugeben. Da auch viele sehr interessante und lukrative Projekte aus Österreich angeboten werden, sollten Anleger dies beachten.

Sicherheiten
Die meisten Immobilien Crowdinvesting-Projekte werden mit einem Nachrangdarlehen ausgestattet, im Falle einer Insolvenz stehen Anleger ganz am Ende und dürften in der Regel leer ausgehen. Es gibt aber auch Anbieter wie Bergfürst, die Sicherheiten wie Grundbucheinträge oder private Bürgschaften bieten – was sehr positiv zu bewerten ist. Die Details variieren von Projekt zu Projekt und sind auf der jeweiligen Übersichtsseite und im Informationsblatt aufgeführt.

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BERGFÜRST Plattform Zahlungstermine und Projektpläne
Projekte können grundsätzlich vorab zurückgezahlt werden. In diesen Fällen erhalten Investoren die Zinsen bis zum Rückzahlungstermin. Aufgrund vertraglicher Klauseln ist dies für die Emittenten möglich. Immobilienprojekte werden in der Regel mit einem entsprechende Zeitfenster geplant. Wird das Projekt schneller als geplant abgewickelt, wird der Kredit vorzeitig abgelöst. Auch können sich Zinszahlungen verzögern. In solchen Fällen kann es zu einer Gläubigerversammlung kommen, auf der das weitere Vorgehen der Kreditgeber abgestimmt wird.

Was bedeutet das Kleinanlegerschutzgesetz für Investoren?
Immobilien-Crowdinvesting unterliegt dem Kleinanlegerschutzgesetz. Dieses besagt, dass Anleger bei einzelnen Emittenten ohne Nachweise über Vermögenssituation oder Einkommen lediglich 1.000 Euro investieren dürfen. Liegen Nachweise vor, können Investoren bis zum doppelten ihres monatlichen Nettoeinkommens investieren, maximal aber 25.000 Euro. Bei Vermögen von mehr als 100.000 Euro sind ebenfalls Investments bis 10.000 Euro zulässig.

Anlegerpflichten
Bei allen Crowdinvesting-Plattformen haben Investoren ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Anleger sollten Immobilienprojekte beurteilen können und das Investment, das sie tätigen verstehen. Weiterhin ist wichtig, Anlagen auch zu begleiten und sich zu informieren. In der Regel ist der Informationsfluss der Crowdinvesting-Plattformen gut, dies sollte aber auch der Fall sein – wenn mal etwas nicht optimal läuft.

Immobilen–Crowdinvesting: die interessantesten Projekte

Gesetzlicher Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 VermAnlG:
Der Erwerb der hier angebotenen Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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