Immobilien-Crowdinvesting – Steuern, Sicherheit und Ausschüttungen

Wie werden Ausschüttungen und Wertzuwächse besteuert?
Steuern auf Erträge werden von den Emittenten automatisch abgeführt. Wer zudem auf dem Handelsplatz aktiv ist – das ist eine Art Zweitmarkt für gezeichnete Projekte – erhält nach dem Jahreswechsel eine Transaktionsübersicht, damit Gewinne oder Verluste in der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Bei Immobilien-Projekte im Ausland ist zu beachten, dass die Abgeltungssteuer nicht automatisch abgeführt wird. Investoren sind verpflichtet, die Zinserträge in der Steuererklärung anzugeben.

Sicherheiten
Bei besicherten Bankdarlehen besteht keine qualifizierte Nachrangigkeit. Beim besicherten Bankdarlehen stehen Sie als Anleger mindestens im zweiten Rang, hinter der erstrangig finanzierenden Bank. Ist eine erstrangige Bankfinanzierung nicht vorgesehen bzw. notwendig, sind Sie sogar im ersten Rang und können direkt aus den bestellten Sicherheiten bedient werden. Somit werden Sie in der Regel vor allen anderen Gläubigern und insbesondere weit vor den Inhabern qualifizierter Nachrangdarlehen bedient. Einige Anbieter – wie z.B. Bergfürst – bieten besicherte Bankdarlehen. Auch andere Anbieter bieten teilweise und abhängig vom jeweiligen Projekt besicherte Bankdarlehen an.

Ausschüttungen und Festverzinsungen
Grundsätzlich ist es für die Emittenten möglich, Projekte vor Ablauf der eigentlich Laufzeit abzuwickeln. Dies kann zum Beispiel bei einem vorzeitigen Projektverkauf an einen Globalinvestor der Fall sein. In diesen Fällen erhalten Anleger die Zinsen bis zum Rückzahlungstermin. Auch Zinszahlungen oder Ausschüttungen können sich verzögern, was aber sehr selten der Fall ist. In solchen Fällen kann es zu einer Gläubigerversammlung kommen, auf der das weitere Vorgehen aller Beteiligten koordiniert wird.

Im Gegensatz zu einer Festverzinsung erfolgen Ausschüttungen bei einem Bestandsobjekt. Das ist der Fall, wenn der Emittent beispielsweise eine bestehende Immobilie kauft und diese saniert, dann erhalten die Anleger anteilige Ausschüttungen an den Mieteinnahmen – und keine Festverzinsung.

Kleinanlegerschutzgesetz für Investoren
Das Kleinanlegerschutzgesetz besagt, dass Anleger bei einzelnen Emittenten ohne Nachweise über die eigene Vermögenssituation oder Einkommen lediglich 1.000 Euro investieren dürfen. Liegen Nachweise vor, können Investoren bis zum doppelten ihres monatlichen Nettoeinkommens investieren, maximal aber 25.000 Euro. Bei Vermögen von mehr als 100.000 Euro sind ebenfalls Investments bis 10.000 Euro zulässig.

Zusammenfassung
Grundsätzlich ist das Immobilien-Crowdinvesting eine gute Idee und Anlagemöglichkeit, die aber auch mit Risiken verbunden ist. Bisher sind nur von ganz wenigen Projekten Probleme bekannt, ob es dabei zu Zahlungsausfällen für die Anleger gekommen ist, kann von unserer Seite weder bestätigt noch dementiert werden. Bisher läuft der Immobilienmarkt aber auch sehr gut. Wenn der Markt kippt, könnte es für die Emittenten deutlich schwieriger werden, die Projekte zu verkaufen. Bei Bestandsimmobilien bleibt dann abzuwarten, wie sich die Mietpreise weiter entwickeln.

Die interessantesten Immobilien-Crowdinvesting Projekte im Vergleich.

Gesetzlicher Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 VermAnlG:
Der Erwerb der hier angebotenen Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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