Das Fremdwährungskonto

Überwiegend werden Fremdwährungskonten von Unternehmen für ihren internationalen Zahlungsverkehr genutzt. Doch auch für Privatkunden bieten diverse deutsche Banken und Online-Broker Fremdwährungskonten an. Viele Banken bieten ausschließlich ein Dollar-Konto an, bei einigen Anbietern können Sie aber auch in diverse Währungen investieren – zum Beispiel in Schweizer Franken (CHF), Norwegische Kronen (NOK), Japanische Yen (JPY) und andere. Vor allem in Krisenzeiten wird häufig auf ein Dollar-Konto zurückgegriffen, aber auch der Japanische Yen und der Schweizer Franken sind dann gefragt.

Ein Fremdwährungskonto wird im Grunde wie ein Tagesgeldkonto geführt. Das Geld liegt dann einfach täglich verfügbar in fremder Währung auf dem Konto. Viele Online-Broker bieten das Fremdwährungskonto auch zur Abwicklung von Wertpapierkäufen im Ausland an, was auch sinnvoll ist. Wenn Sie überwiegend US-Aktien handeln, bietet sich naturgemäß ein Dollar-Konto an. Denn es macht Sinn, US-Aktien direkt an den US-Börsen zu handeln, auch wegen der deutlich höheren Liquidität der US-Börsen. Oft ist das Konto dann mit dem Wertpapierdepot verknüpft – zumal das Depot dann überhaupt erst die Voraussetzung dafür ist, ein Fremdwährungskonto eröffnen zu können. Sehr gut aufgestellt ist diesbezüglich die comdirect, die ein kostenloses Fremdwährungskonto mit sehr vielen Währungen anbietet.

[Werbung]                    

Das Fremdwährungskonto als zusätzliche Rendite
Anleger nutzen häufig ihr Fremdwährungskonto, um auf Wechselkursgewinne zu spekulieren. Sie kaufen beispielsweise US-Dollar zu einem bestimmten Kurs und tauschen das Geld zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Euro zurück. Ist der Dollar im Vergleich zum Euro in der Zwischenzeit gestiegen, erhalten sie mehr Geld zurück, als sie ursprünglich investiert hatten. Bei ungünstigem Kursverlauf dreht sich das allerdings um und muss ggf. ausgesessen werden.

Die Kursentwicklung von Währungen ist von vielen Faktoren abhängig, dabei spielt das Bruttoinlandsprodukt eine Rolle, der Rohstoffmarkt und einiges mehr. Die Spekulation auf Wechselkursgewinne gilt demzufolge als durchaus riskante Anlage und sollte demzufolge den Profis überlassen bleiben. Wer sich aber intensiver damit beschäftigt, wird feststellen, dass es durchaus kein Buch mit 7 Siegeln ist. Wer die wirtschaftlichen Zusammenhänge versteht und die Zeit dafür hat, kann durchaus Erfolg dabei haben – oft auch mit Hilfe der Charttechnik. Aber dann müssen sich Anleger intensiver damit beschäftigen, was aber durchaus interessant sein kann.

Geld als Festgeld- oder Tagesgeld auf Fremdwährungskonten parken
Bei einigen Banken ist es möglich, ein Fremdwährungskonto als Referenzkonto zu nutzen, um beispielsweise Tagesgeld- oder Festgeld in Fremdwährungen anzulegen. Wenn das Konto in der Währung eines Landes mit höheren Zinsen geführt wird, kann eine Anlage durchaus lukrativ sein. So haben einige Banken bis vor einigen Monaten für einjährige Festgeldanlagen in US-Dollar noch ca. 2 Prozent Zinsen gezahlt. Für Festgeld in Euro wurde dagegen maximal etwas über 1 Prozent p.a. gezahlt.

Mit einem Fremdwährungskonto das Wechselkursrisiko reduzieren
Fremdwährungskonten dienen nicht nur der Währungsspekulation, diese können auch sehr gut eingesetzt werden, um das Wechselkursrisiko zu reduzieren. Zudem können Sie einen Teil ihres Vermögens in anderen Währungen halten, was in bestimmten Marktphasen sehr vorteilhaft sein kann. US-Aktien- oder ETFs, Rohstoffe und Gold werden üblicherweise in Dollar gehandelt. Natürlich können auch Anleger ohne Fremdwährungskonto am Handel teilnehmen.

Beim Kauf von Aktien z.B. würde ihre Bank in Deutschland die Anlagesumme dann im Hintergrund zunächst von Euro in Dollar umtauschen und hinterher von der Dollarsumme die Aktien kaufen. Nach dem Verkauf der Anteile würde der Erlös dann wieder von Dollar in Euro zurückgetauscht, davon bekommen Sie nichts weiter mit – das kann sich dann aber später deutlich auf das Endergebnis, sprich die Rendite auswirken.

Anleger müssen bei ihren Investitionsentscheidungen demzufolge diese Kriterien mit einkalkulieren. Nicht nur der weitere Kursverlauf der gekauften Aktien, sondern auch der Währungskurs entscheidet über Erfolg und Misserfolg einer Geldanlage. Wird der An- und Verkauf direkt in Dollar über ein Fremdwährungskonto abgewickelt, haben Wechselkursschwankungen keinen unmittelbaren Einfluss mehr auf die effektive Rendite der aktuellen Geldanlage. Ein Kursrisiko entsteht erst dann, wenn das Vermögen von US-Dollar später wieder in Euro umgetauscht wird.

[Werbung] Das Fremdwährungskonto der comdirect

Unser Hinweis:
Unsere Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate-Links und die damit verbundenen Werbekostenvergütungen haben bei der Erstellung unserer Ratgeber-Artikel keinen Einfluss auf den Inhalt, unsere Artikel sind und bleiben immer objektiv. Unser oberstes Ziel ist Ihre Information. Ansonsten spieglt der Artikel unsere Meinung wider und ist nicht als Anlageempfehlung zu verstehen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay