Immobilien-Crowdinvesting – Fragen und Antworten

Uns erreichen immer wieder Fragen zum Thema Immobilien-Crowdinvesting, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Situation. Wir haben die Fragen im wesentlichen mal zusammengefasst und geben nachfolgend die Antworten darauf.

Warum in Immobilien-Crowdinvesting investieren?
Es gibt nicht mehr so viele Möglichkeiten, seit festverzinsliche Wertpapiere keine Renditen mehr bringen. Die Entwicklung am Immobilienmarkt ist zudem nicht so volatil wie am Aktienmarkt. Beim Immobilien-Crowdinvesting weiß man, wer was baut, bekommt einen Einblick in die Vermarktungsstrategie und kann als Investor viel besser planen. Man lernt bei jedem Projekt und kann sich durch ein Exposé und alle sonstigen bereitgestellten Informationen ein gutes eigenes Bild machen.

Immobilien-Crowdinvesting ist eine sehr sympathische Anlagemöglichkeit. Wir sehen die Assetklasse Wertpapiere – wie Aktien und ETFs – aber keinesfalls negativ, ganz im Gegenteil. Nur lassen Immobilien viele Anleger einfach ruhiger schlafen, da sich diese für die meisten Anleger besser einschätzen lassen als Wertpapiere.

Sollten Anleger in mehrere Projekte investieren?
Das hängt natürlich mit den individuellen finanziellen Möglichkeiten zusammen, grundsätzlich ist es aber immer empfehlenswert, sein Kapital zu diversifizieren und auf mehrere Projekte zu verteilen. Das muss aber nicht unbedingt bei der Erstinvestition sein. Zunächst ist es besser, erst einmal Vertrauen und Erfahrungen zu sammeln.

Hat sich das Anlageverhalten aufgrund von COVID-19 verändert?
Nein, hat es nicht wirklich – Crowdinvesting birgt immer ein Risiko – doch das hat man überall im Bereich der Vermögensanlage. Eine Pandemie hat natürlich Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Staatshaushalte – und selbstverständlich auch einen psychischen Effekt auf jeden Einzelnen – Stabilität spielt eine große Rolle bei Investmententscheidungen. Am Aktienmarkt ist es aber noch viel unberechenbarer – und das Kapital einfach auf dem Girokonto zu parken, ist mit Sicherheit die schlechteste Lösung.

Mit Verzögerungen müssen Anleger auch am Immobilienmarkt rechnen und das kann ein zusätzlicher Stressfaktor sein. Da steht oft das Nachrangdarlehen im Kreuzfeuer der Kritik – doch selbst wenn man nicht nachrangiger Gläubiger ist und in der ersten Reihe steht, ist in einem Insolvenzfall meist nichts mehr zu holen. Das muss man einkalkulieren und dies schmälert die Gesamtrendite der Anlage. Empfehlenswert ist es sicher, zukünftig etwas mehr auf Sicherheiten zu achten, z.B. ob Wohneinheiten bereits vorab veräußert sind.

Worauf sollte noch geachtet werden?

  • 1. In Projekte erfahrener Emittenten investieren: 8, 9 oder 10 Jahre Erfahrung in der Immobilienbranche sind von Vorteil
  • 2. Die Struktur grob verstehen können, lieber in Projektgesellschaften, die ein einzelnes Projekt umsetzen, als in eine Holding investieren
  • 3. Sich selbst wohlfühlen dabei – d.h. das Risiko bei der Verzinsung miteinbeziehen: Wenn man das Gefühl hat, das Risiko sei zu hoch, dann besser den Betrag anpassen und weniger investieren
  • 4. In Projekte investieren, die man selbst für sich bewerten kann. Unter Doppel- oder Reihenhäusern und Mikrowohnungen kann man sich etwas vorstellen – und aus den Unterlagen und anderen Informationsquellen bekommt man die Informationen, um es bewerten zu können

Zusammenfassend – es braucht einfach ein gutes Gefühl dabei! Man schläft dann einfach besser. In der Praxis haben der Bauträger, die PLattform und der Investor – d.h alle Beteiligten – immer das gleiche Ziel!

Gesetzlicher Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 VermAnlG:
Der Erwerb der hier angebotenen Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Die interessantesten Immobilien-Crowdinvesting Projekte im Vergleich.

Bild von 272447 auf Pixabay