Marktversagen bei Gold und Silber?

Bei Edelmetallen ergibt sich gerade eine sehr interessante Gesamtkonstellation. Eigentlich sollten Gold und Silber von der der Krise profitieren und grundsätzlich ist das auch so. In der Regel allerdings zeitversetzt! Die großen Edelmetallhändler berichten von langen Schlangen vor ihren Häusern. Teilweise war kein Gold mehr zu bekommen, Münzen und Barren wurden weit über dem Spot-Preis gehandelt. Dennoch ist der Gold- und Silber-Kurs an der Börse zusammen mit den Aktien deutlich gefallen. Wie passt das zusammen?

Anleger flüchten in Cash und verkaufen alles, was noch Gewinne verspricht – oder nur verschmerzbare Verluste verursacht. Hauptsache Cash! Wie sinnvoll das ist, wird sich wie immer zeigen. Derzeit gilt dies vor allem für zwei Assetklassen, Anleihen und Edelmetalle. Die ETFs in diesen Sektoren verzeichneten zuletzt massive Mittelabflüsse. Der Anleihenmarkt ist vom Volumen extrem groß und wird durch die Zentralbanken gestützt. Demzufolgte hielten sich die Auswirkungen auch in Grenzen.

Marktversagen
Im Vergleich dazu sind Gold und Silber an der Börse sehr kleine Märkte und werden keinesfalls gestützt, denn das ist nicht im Interesse der großen Marktteilnehmer. Gleichzeitig wurden die Margin-Anforderungen erhöht. Deshalb kamen Edelmetalle auch unter Druck, entgegen der eigentlichen Logik. Das alles hat nun zu einer äußerst interessanten Gesamtkonstellation geführt. Die physische Nachfrage ist enorm, gleichzeitig hat an der Börse aber ein regelrechter Ausverkauf stattgefunden.

So langsam dürfte das aber ein Ende finden, der Kurs sollte sich stabilisieren und dem physischen Preis angleichen. Eine physische Unze Gold wird derzeit ab ca. 1.500 Euro gehandelt. Das entspricht 1.606 USD und somit deutlich mehr als der Spot-Preis von 1.493 USD.

Noch extremer ist die Lage bei Silber. Gut, man könnte meinen, das liegt u.a. auch daran, weil viele Märkte still liegen aufgrund der Corona-Krise. Denn Silber wird auch in der Industrie verarbeitet. Die Lieferzeiten bei den großen Händlern liegen bei 6 Wochen und mehr. Verkehrte Welt, wohin man schaut. Der Aufschlag liegt aktuell in einer Spanne von 50-100% über dem Spotpreis. Das ist im Grunde ein Marktversagen, nicht nur bei den Edelmetallen. Natürlich können Anleger jetzt darauf spekulieren, indem sie ETFs auf Gold und Silber erwerben. Sinnvoller erscheint es jedoch, Gold physisch zu kaufen.

Bei den weltweit größten Goldplattformen für physisches Gold wie zum Beispiel BullionVault kann man aktuell durchaus Gold erwerben und als Tresorgold einlagern lassen. Ganz abgesehen davon, dass diese Anbieter deutlich niedrigere Gebühren aufweisen und dort gehandelt wird, wo der professionelle Goldmarkt stattfindet. Wir sprechen diesbezüglich von Good Delivery-Barren in zertifizierten Tresoren weltweit.

Werbung
BullionVault weltweiter Marktführer für Gold- und Silber

Hinweis:
Unsere Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate-Links und die damit verbundenen Werbekostenvergütungen haben bei der Erstellung unserer Ratgeber-Artikel keinen Einfluss auf den Inhalt, unsere Artikel sind und bleiben immer objektiv. Unser oberstes Ziel ist Ihre Information. Der Artikel ist nicht als Anlageempfehlung zu verstehen.

Bild von Erik Stein auf Pixabay