Sachwerte in Zeiten nach Corona

Der ca. 2 Monate andauernde Lock Down nähert sich langsam dem Ende, bzw. die Lockerungen werden sukzessiv erweitert. Und jetzt? Die Grenzen werden nach und nach wieder geöffnet, was folgt, ist ein Wettkampf um die Sommergäste und jeder will der erste sein. Lufthansa wird bald den Flugbetrieb wieder in Gang setzen, denn es geht um hunderte Milliarden. Oder folgt doch die Insolvenz in Eigenregie?

Zweifellos haben Länder wie Österreich und Deutschland gelernt, wie man die Epidemie in den Griff bekommt und dass manche Maßnahmen zu harte Langzeitfolgen mitbringen. So stark das Verständnis und die Beliebtheit der Regierungen auch anfangs war, so kommen nun immer mehr Zweifel, ob die die Maßnahmen verhältnismäßig waren. Regierungen, die die Pandemie herunterspielten, stehen nun wie „Idioten“ da, weil Tausende starben und sterben – und weil sie nichts taten. Regierungen, die harte Maßnahmen ergriffen, stehen wie „Idioten“ da, weil ihre Maßnahmen wirkten und nichts schlimmes passierte. Das ist das Dilemma, in dem wir uns befinden.

Was hat man sich während der Isolation alles gedacht! Dass nun endlich die Rettung des Weltklimas in den Fokus kommt, dass wir in einer neuen Normalität landen werden und dass es generell nie mehr so werden wird, wie es war? So las ich es und hatte sofort Zweifel.

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Heute, nach dem Lockdown bin ich sicher. Viele hunderttausende Menschen spüren leidvoll, wie es ist, wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, ohne Jobs, von staatlichen Almosen abhängend. Die besser Gestellten haben erfahren, wie sich Abende ohne Restaurant und ohne Kulturveranstaltungen anfühlen und wie sich ein Sommer ohne geplanten Urlaub anlässt. Zudem verlor das Aktiendepot – zumindest zwischendurch deutlich. Familien haben gelernt, wie anstrengend es ist, die eigenen Kinder zu unterrichten und zu unterhalten.

Diese neue Normalität will keiner! Alle wollen wieder in die gewohnte, alte Normalität. Und die Wirtschaft braucht sie – und wird sie auch bekommen. Es ist nicht so, dass ich es persönlich nur begrüße, wenn alles so wird, wie vor Corona. Aber scheinbar ist unsere Welt so vernetzt, dass man nicht einzelne Zahnräder aufhalten kann, ohne die ganze Maschine abzuwürgen.

Was vielleicht bleiben wird, ist eine gewisse Wertschätzung unseres großen Systems an Krankenhäusern, öffentlichen Bediensteten, Bildungseinrichtungen, Altenpflege, kurz allem – was Milliarden an Steuergelder verschlingt – aber dessen Nutzen uns noch nie so klar wurde. Genauso wie die Einsicht, dass nur eine funktionierende Wirtschaft Wohlstand schaffen kann.

Wie Anleger jetzt am besten darauf reagieren
Zunächst einmal Ruhe bewahren, das ist nie verkehrt. Wer auch zukünftig diversifiziert auf Sachwerte setzt, dürfte langfristig zu den Gewinnern gehören. Es kann zwar durchaus sein, dass wir zunächst deflationäre Anzeichen sehen. Denn zurzeit wird die Produktion langsam wieder hochgefahren, aber die Käufer fehlen. Darauf dürfte dann eine deutlich anziehende Inflation folgen. Denn die weltweiten Schulden der Staaten müssen irgendwann zurückbezahlt werden. Aber wie entschuldet sich jeder Staat am besten? Immer durch Inflation, das ist der einfachste Weg. Das wird im übrigen auch von den Notenbanken ganz offen – und zwar seit Jahren so kommuniziert. Denn Steuererhöhungen, Währungsreformen, Zwangshypotheken und vergleichbare Aktionen sind deutlich aufwendiger und nicht so leicht durchzusetzen, schon aufgrund der unterschiedlichen Positionen in der Politik.

Die klassischen Sachwerte wie Immobilien, Unternehmensbeteiligungen in Form von Crowdinvesting, Aktien, ETFs und auch Edelmetalle und Goldminen-Aktien werden in den nächsten Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen. Denn bei einer deutlich anziehenden Inflation gibt es dazu einfach keine Alternativen. Vor allem, wenn es um Kapitalerhalt geht – und genau darum wird es in den nächsten Jahren gehen. Wer klug agiert und es schafft, sein Kapital zu erhalten, wird schon zu den Gewinnern gehören. Kapitalerhalt wird das Zauberwort der nächsten Jahre sein!

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Bild von Peter H auf Pixabay

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