Unternehmensbeteiligungen / Crowdinvesting – Entwicklung der Seedmatch-Startups

Crowdinvesting und Crowdfunding gibt es nicht nur beim Immobilien-Crowdinvesting, die klassische Variante ist das Crowdinvesting im Bereich Startups und Unternehmensbeteiligungen. Diese Form der Kapitalanlage gab es im übrigen schon viel früher als Immobilien-Crowdinvesting. Früher lief das mehr unter der Bezeichnung Venture-Capital. Eine seit Jahren etablierte, seriöse und erfolgreiche Plattform für Unternehmensbeteiligungen ist Seedmatch. Wir fassen hier einmal die finanzierten Start-ups von 2011 bis 2014 zusammen, die Angaben kommen direkt von Seedmatch. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir uns dann mit den Jahren 2015 bis 2020 beschäftigen, sobald diesbezüglich etwas vorliegt.

Die Mehrheit aller in den Jahren 2011 bis 2014 über Seedmatch finanzierten Start-ups ist weiterhin am Markt, der überwiegende Teil von ihnen erfolgreich (Performer, 37 %) oder sogar sehr erfolgreich (Top-Performer, 23 %). Die aktuelle Ausfallquote beläuft sich auf 14 Prozent. Dieser Wert liegt nahezu gleichauf mit oder unter der durchschnittlichen Ausfallrate für crowdfinanzierte Start-ups, die je nach Quelle mit 15 %, 19 % oder 25 % angegeben wird.

Sie ist außerdem deutlich niedriger, als die durchschnittliche Ausfallquote aller Startups, unabhängig von der Finanzierungsform. Diese liegt drei Jahre nach Unternehmensgründung mehreren Quellen zufolge übereinstimmend bei 30 %. Verglichen mit den von der Ratingagentur Fitch berechneten Ausfallwahrscheinlichkeiten von Hochzinsanleihen entspricht die Bonität deutscher Startups im Allgemeinen der Bonitätsnote CCC und darunter. Deutsche Startup-Crowdfinanzierungen hingegen wären eine Stufe besser mit der Note B einzuordnen. Einer der Gründe für die geringere Ausfallwahrscheinlichkeit crowdfinanzierter Startups im Allgemeinen und bei Seedmatch gefundeter Unternehmen im Speziellen – ist im strengen Auswahlprozess seitens der Plattformen zu sehen.

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Seedmatch Ad 50x50Bei Seedmatch werden nur Unternehmen zum Funding zugelassen, die den Proof of Concept bereits erbracht haben, deren Geschäftsmodelle innovativ und skalierbar sind und deren Gründerteams sowohl fachlich als auch persönlich überzeugen konnten. Zudem finden vor Kampagnen-start branchenübliche Due-Diligence-Prozesse durch unabhängige Dritte statt. Diese Maßnahmen führen dazu, dass Seedmatch nur knapp ein Prozent aller Bewerbungen für ein Funding auf der Plattform zulässt, um den Investoren Projekte höchster Qualität bieten zu können.

Zum anderen profitieren crowdfinanzierte Startups auch von zahlreichen Vorteilen, die sich positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Dazu zählen etwa vereinfachte Anschlussfinanzierungen durch den eigenkapitalähnlichen Charakter des über Seedmatch eingeworbenen Kapitals, die Reichweite und Bekanntheitssteigerung durch eine Crowdfunding-Kampagne, aber auch wichtiges Produktfeedback sowie die Vermittlung von Kooperationen und Geschäfts-kontakten durch engagierte Seedmatch-Investoren.

Aus Anlegerperspektive sind Startup-Beteiligungen als Hochrisiko-Investments zu betrachten. Das Risiko eines Totalausfalls und damit des Verlusts des einge-setzten Kapitals ist im Vergleich zu den als sicher geltenden Assetklassen wie Tagesgeld, Bausparverträgen oder Staatsanleihen definitiv höher. Das Problem bei den „sicheren“ Anlagen ist jedoch: Sie werfen nahezu keine Rendite ab, während die Inflation unmerklich, aber stetig den Wert des Kapitals mindert.

Das bedeutet, dass Anlageformen wie Tagesgeld, Bausparverträge oder klassische Kapitallebensversicherungen als Geldwert der Inflation unterliegen. Eine Unternehmensbeteiligung ist dagegen Produktivvermögen und somit ein Sachwert. Wer sein Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen lässt, bekommtt nicht nur so gut wie keine Zinsen, sondern vernichtet durch die Inflation systematisch sein Geld.

Attraktive Renditen lassen sich nur mit erhöhtem Risiko erzielen, denn die Rendite ist die Belohnung des Emittenten dafür, dass der Investor bereit ist, dieses Risiko mit ihm gemeinsam zu tragen. Wer sein Geld tatsächlich vermehren möchte, kommt daher nicht darum herum, in seinem Portfolio im Sinne einer klugen Diversifikation Assetklassen mit niedrigem und solche mit höherem Risiko zu mischen. Die Diversifikation sollte jedoch nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb der einzelnen Assetklassen stattfinden.

Anmerkung von uns
An einer gut diversifizierten Vermögensanlage in Sachwerte wie Unternehmensbeteiligungen, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Immobilien kommen Anleger einfach nicht vorbei. Die Geldschwemme, die von den Notenbanken erzeugt wird, lässt einfach keinen anderen Schluss zu.

Gesetzlicher Hinweis:
Der Erwerb dieses Wertpapiers ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

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Bild von Mariana Anatoneag auf Pixabay

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