Weniger Übernahmen und Pleiten bei Finanz-Startups

Trotz der Corona-Krise sind weniger junge Finanz-Startups durch Pleiten und Übernahmen vom Markt verschwunden. Die starke Auslese unter den sogenannten Fintechs ist vorerst ausgeblieben – heißt es in einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

Einige große Fintechs hätten auch in der Krise hohe finanzielle Zuflüsse von Investoren bekommen, diese sind aber mittlerweile in der Finanzbranche etabliert und entsprechend krisenfest. Neugründungen und jungen Firmen helfe zudem das gelockerte Insolvenzrecht in der Corona-Krise, sowie ggf. weitere finanzielle Hilfen.

In den ersten neun Monaten wurden zudem 20 Finanz-Start-ups übernommen. Für das Gesamtjahr ergäben sich so hochgerechnet 26 Fintech-Übernahmen, ein Rückgang im Vergleich zum Rekordwert von 31 im Jahr 2019. Die Übernahmewelle ist abgeflacht, da die Digitalisierung mit der Corona-Krise noch an Bedeutung gewonnen habe, handele es sich aber wahrscheinlich um einen vorübergehenden Effekt.

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In den vergangenen Jahren hatte es reihenweise Übernahmen gegeben, da viele Fintechs Konkurrenten schluckten. Zudem kauften Banken, IT-Unternehmen und Versicherer Finanz-Startups oder beteiligten sich an ihnen, um sich unter dem Druck der Digitalisierung frische Ideen ins eigene Haus zu holen. Zugleich mussten zahlreiche junge Finanzfirmen aufgeben, weil sich ihre Ideen nicht am Markt durchsetzten.

Finanz-Startups wollen mit intuitiver Technik finanzielle Transaktionen, Kredite, Versicherungen und den Handel mit Börsenprodukten schneller und bequemer machen. Schnell wurden sie als Gefahr für Banken gehandelt, es konnten sich aber nur wenige wirklich durchsetzen. Zudem gibt es immer mehr Online-Broker, die Kunden einen gebührenfreien Börsenhandel anbieten. Vorbild sind auch hier wieder einmal die USA.

Zu den erfolgreichsten Fintechs zählen etwa Zinsportale, über die Anleger die Konditionen vieler Banken vergleichen und Geld leichter und besser verzinst anlegen können. Auch manche Robo-Advisor, die Vermögen automatisiert und breit gestreut via ETFs an der Börse investieren – wie z.B. Scalable Capital sind stark gewachsen. So sammelte die Berliner Online-Bank N26 im Mai bei einer Finanzierungsrunde 92 Millionen Euro von Investoren ein. Überhaupt sind Onlinebanken, die auf Smartphone-Technik setzen stark im kommen. Auch Immobilien-Crowdinvesting Plattformen verzeichnen gute Erfolge, dort können sich Anleger schon mit kleinen Beträgen an Immobilienprojekten beteiligen.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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